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Boccherini

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Luigi Boccherini (1743-1805)
Stabat Mater

Di 3. und Mi 4. April 20:00 Uhr Wasserkirche Zürich
Vorverkauf Jecklin Zürich 044 253 76 76



Ensemble Turicum
Auf historische Instrumenten

Martina Fausch, Sopran
Luiz Alves da Silva, Altus
Mathias Weibel, Violine
Monika Baer, Violine
Stefano Mariani, Viola
Anderson Fiorelli, Cello
Marlise Gidanich, Cello
Rosario Conte, Gitarre

Das Stabat Mater ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Gottesmutter in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besingt. Die Verfasserschaft wird traditionell den Franziskanern Iacopone da Todi († 1306) oder Johannes Bonaventura († 1274) zugeschrieben. Das Stabat mater wird am Fest der Sieben Schmerzen Mariä (15. September) sowie am Freitag nach dem ersten Passionstag als Sequenz gebetet oder gesungen. Das Stabat mater fand 1521 Eingang in das „Missale Romanum“, wurde aber wie fast alle Sequenzen durch das Konzil von Trient aus dem Gottesdienst verbannt. 1727 wurde es in das Brevier der katholischen Kirche aufgenommen und gehört seither wieder zur katholischen Liturgie.



Rudolfo Luigi Boccherini (* 19. Februar 1743 in Lucca; † 28. Mai 1805 in Madrid)
Auf die Idee, ein richtig großes, mit der ganzen Emotionalität und religiösen Theatralik einer Messe versehenes Stabat Mater zu schreiben - besetzt nur mit zwei Stimmen und einem Streichquintett -, sind andere nie gekommen. Schon das Minimum an Personal hat etwas Tröstliches. Denn es legt die Erkenntnis nah, dass die großen Wirkungen nicht entstehen aufgrund des Einsatzes von viel Macht und Masse. Sie ergeben sich viel mehr oft aus geringstem Aufwand, ja, der geringe Aufwand scheint die Großartigkeit und Tiefe ihrer Wirkung auf rätselhafte Weise zu vervielfachen.

Die Streicher "ersetzen" an den entsprechenden Stellen mühelos Chor, Orgel, konzertierende oder Arien begleitende Holzbläser sowie die Orchesterbegleitung. Ein kleiner Instrumentalsatz am Beginn und am Ende jeder Vokalpassage rahmt und rundet die Messeteile. Die Streicher geben darin die Stimmung vor, meist dissonantisch abgedunkelt, aber nicht eindimensional: So schließt die Messe nach solitärer Klage der Stimmen mit einer düsteren Streicherkadenz, die sich, das mehrfache Amen der Singstimmen begleitend, zu einem dieser raffiniert schattigen Tänze Boccherinis entwickelt, in denen Lebenskraft und Witz sich cool umkreisen.




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